SCHNULLER-ENTWÖHNUNG

 

Der medizinisch optimale Schnullerentwöhnungs-Zeitraum
liegt im Alter von zweieinhalb Jahren.

Schnullern ist eine Form der Selbstberuhigung.
Aus psychologischer Sicht kann sie in folgenden Situationen immer wieder auftreten:

  1. Die Eltern werden geschieden - ein Trennungsschmerz entsteht;
  2. Die Familie vergrößert sich - ein Baby kommt an;
  3. Die gewohnte Umgebung verändert sich - ein Umzug erfolgt;

All dies kann bedeuten, dass der Schnuller möglicherweise erst nach dem 2,5 Lebensjahr entwöhnt wird.
Zu Beginn der Kindergartenzeit allerdings sollte der Schnuller  schon abgewöhnt sein.

 

Vorschläge für schöne Schnullerentwöhnungs-Rituale:

  • Manche Kindergärten haben einen Schnullerbaum, an dem man seinen Schnuller hängen kann,
    weil man schon groß ist und den Schnuller nicht mehr braucht.
  • Papa oder Mama oder die Großeltern können zum Jahreswechsel
    den Schnuller mit einer Sylvesterrakete in den Himmel schießen.
  • Man hängt den Schnuller mit einem Brief an einen (gas-gefüllten) Ballon, lässt ihn zum Himmel hinauffliegen, und bittet in dem Brief
    den Finder um die Schnuller-Entsorgung.
  • Man steckt den Schnuller zusammen mit einem Brief in eine Flasche, lässt alles als Flaschenpost davonschwimmen,
    und bittet in dem Brief den Finder um die Schnuller-Entsorgung.
  • Man ruft die Schnullerfee an, und sie holt den Schnuller ab, damit es für die kleinen Babys wieder genug Schnuller gibt.
    Bei Kindern, die den Schnuller hergeben möchten, kommt die Schnullerfee mit ihrer Schnullerfee-Schere,
    und eine Woche lang holt sie immer ein kleines Stück vom Schnuller mit.
    Meist belohnt die Schnullerfee das Hergeben des geliebten Schnuller mit einem Geschenk.
  • Man kann den Schnuller auch bei uns in der Praxis in den Kängurubeutel unseres Praxismaskottchen legen,
    und für das Weggeben wird man mit einem Lied belohnt.
  • Manchmal helfen auch der Osterhase, der Weihnachtsmann oder das Christkind, den Schnuller abzuholen,
    und auch sie belohnen das Kind mit einem "Extra-Geschenk".
  • Natürlich kann man bei allen Abgabe-Ritualen seinen Schnuller verschönern, indem man ihn anmalt.
    Dabei nehmen die kleinen Kinderhände nochmal auf eine kreative Art Abschied vom geliebten Schnuller.
  • Auch Zungenspiele als Alternative zum Schnuller können helfen,
    indem man dem noch nuckelnden Kindergartenkind neue Mund- und Lippenerlebnisse  ermöglicht:
    Zum Beispiel Lippen anfassen, Lippensummen, Sirenenlippen, Propellerlippen (damit Melodien sprudeln lassen), Pfeifen, Schmatzen, Küssen. Pustespiele, Luftballons aufpusten, Watte-Tor-Pustespiel, 1 Nudel auf der Oberlippe balancieren lassen etc.
  • Alle Schnullerentwöhnungsrituale lassen sich auch mit einem Schnullerentwöhnungs-Reim (Sprechgesang) begleiten, wie zum Beispiel:
    "Ich werf` den Schnulli in den Gulli und die Windel auf den Müll, weil ich gross bin und alleine in den Kindergarten will."
    (Alle Ideen und Autor von Mausini)

Kamilla empfiehlt den Schnuller "Curaprox" (in Apotheken erhältlich).

Illustration Praxis

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